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Hausdurchsuchung

Tipps und Trix bei Runs, Einsätzen und Aktionen

Merke: Es gibt keinen absoluten Schutz vor gewaltätigen Übergriffen! NorCon ist überall – und wenn sie Dich kriegen, ist es aus mit Dir!

Trotzdem haben sich ein paar Verhaltensweisen zum Eigenschutz als sinnvoll herausgestellt. Zumindest dienen sie dazu, Dir als Runner alleine oder im Team Selbstvertrauen zu geben.

Widerstand ist anstrengend und kräftezehrend. Zieh‘ deshalb immer ausgeschlafen und mit klarem Kopf los – am besten im Team. Sprecht vorher durch, ...

· ... wie Ihr Euch verhaltet.

· ... was genau Euere Ziele sind.

· ... was Ihr mitnehmen wollt.

· ... was Ihr macht, wenn einer von Euch in die Hände der Schergen fällt.

Bleibt nach Möglichkeit zusammen und achtet aufeinander.

Macht Treffpunkte aus, an denen Ihr Euch wiederfinden könnt, wenn Ihr Euch verliert.

Alleine in der Nacht

Kleidung: Zieh‘ feste, praktische Kleidung an, in der Du Dich bequem bewegen kannst. Halstücher, Helme etc. gelten als "Passivwaffen". Deshalb kann es Dir passieren, daß Du kontrolliert wirst und NorCon-Truppen diese Teile einkassieren. Was sie abchecken, ist von der jeweiligen Einsatzstrategie abhängig.

Trotzdem halten wir bestimmte Ausrüstungs- und Bekleidungsstücke für sinnvoll:

Helm: Als Schutz gegen Knüppel und Steine ist ein Helm ein durchaus effektiver Schutz. Wir empfehlen Jethelme. Integralhelme haben den Nachteil, daß Dich die Gegner am Kinnbügel packen können.

Gasschutzbrille und Dreieckstuch: Beides schützt Dich vor CN/CS-Gas. Keine Schwimmbrillen (Gefahr des geplatzten Auges beim Draufhauen). Das Tuch schützt Deine Atemwege für eine kurze Zeit vor dem Gas, deshalb mehrere zum Wechseln dabei haben. Durch Deinen Atem feuchtgewordene Tücher reichern sich unmerklich mit Gas an, irgendwann kippst Du um.

Nieren-, Unterarm- und Schienbeinschutz: Schützen vor Tritten und Hieben. Wenn Du Angst hast, daß sie Dir abgenommen werden könnten: Bücher und Broschüren lassen sich ebenfalls als Unterarmschoner verwenden.

Vermischtes: Ringe und Piercings (vor allem an Ohrläppchen, Wange, Lippen, und Nase) rausnehmen oder mit einem Stück Pflaster abkleben (gibt sonst unschöne zerfetzte Wunden); lange Haare nicht abschneiden, sondern als Zopf unter die Jacke stecken (damit sich die NorCons nicht dran festhalten können).

Auf keinen Fall mitnehmen: Adressbücher, Kalender, Fotos, Drogen/Alkohol, Schminke, Fettcreme (CS-Gas ist fettlöslich!).

Unbedingt mitnehmen: Stift & Papier für Gedächtnisprotokolle, Medikamente, die Du regelmäßig nehmen mußt, Verbandspäckchen, Notration essen, Binden, Tampons, Ersatzklamotten und Plastiktüte für Gasverseuchtes.

Oberste Regel bei jedem Run: DON´T PANIC!

Verletzungen niemals unterschätzen - auch, wenn es zunächst einmal gar nicht so schlimm aussieht. Ist eine Behandlung in einer Klinik notwendig, such‘ sofort die nächste auf. Du bist nicht verpflichtet, den Menschen im Rettungswagen Deinen Namen zu sagen (die informieren über Funk die Rettungszentrale, NorCon hört mit - es ist der häufigste Weg, wie die Spitzel an Deinen Name geraten!).

Denk‘ Dir beim Ruf eines Rettungswagen oder auf dem Weg in der Klinik eine Ursache für Deine Verletzung aus, die nicht in Verbindung mit Deinem Einsatz steht (Haushalts- oder Sportunfall). Spiel‘ aber nicht mit Deiner Gesundheit - medizinische Versorgung geht in jedem Fall vor!

Nach dem Einsatz:

· Klärt, ob noch alle von Euch da sind!

· Wechselt möglichst schnell die Klamotten!

· CN-/CS-Gas-Verseuchtes gehört in eine Plastiktüte und weggepackt!

· In geschlossenen Räumen sofort die Fenster auf, da der Kampfstoff weiterhin auf der Haut und in den Haaren hängt, freigesetzt wird und entsprechende Wirkung zeigt!

· Möglichst bald duschen - zuerst kalt, dann warm (damit beim Abwaschen die Hautporen zunächst geschlossen bleiben und das Gas keine Verbrennungen hinterläßt).

Viel Glück!

[der lila karpfen]